Drei Jahre lang sind durch das Beschäftigungsprojekt Ibus (Integration-Beschäftigung- Unterstützung-Sprache) Geflüchtete beim Start ins Arbeitsleben begleitet worden. Am vergangenen Freitag ist das erfolgreiche Projekt mit einem Abschlussfest beendet worden. In der Lernwerkstatt hatten Handwerksmeister ehrenamtlich die Geflüchteten in verschiedenen Kursen angeleitet.

Von 73 Teilnehmern im Bereich Malen und Lackieren erreichten 13 Männer die notwendigen Stundeneinheiten. Sie erhielten zum Abschluss ein von Oberbürgermeister Christof Bolay unterzeichnetes Zertifikat. Im Bereich Elektro waren es 54 Teilnehmer, 22 bekamen eine Bescheinigung. Die Fahrradwerkstatt besuchten 50 Teilnehmer, sieben davon erhielten ein Zertifikat. Die Sachspendenannahme des Freundeskreises Asyl wurde im vergangenen Jahr geschlossen. Stattdessen kam eine Nähwerkstatt hinzu, ebenso ein Sprachcafé, eine Hausaufgabenbetreuung und das Jobcafé.

"Ein Projekt hat ein Anfang und auch ein Ende" sagte Oberbürgermeister Christof Bolay. Das bedeute allerdings nicht, dass einzelne Elemente wie das Sprach- und das Jobcafé an einem anderen Ort nicht weitergeführt würden. Eberhard Haußmann, der Geschäftsführer des Kreisdiakonieverbands Esslingen, bedankte sich für das gute Zusammenwirken der vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Partner. Nicht zuletzt bedankte er sich auch bei den mehr als 270 Geflüchteten, die an den Angeboten teilgenommen haben. "Demut" spüre er, wenn er an Geflüchtete denke. "Wir haben die Chance, in Frieden leben zu können", betonte Haußmann. "Ein Projekt geht zwar zu Ende, aber das Engagement geht weiter, beispielsweise im Rahmen des Mentoring-Programms, eines der wichtigsten Projekte, das der Freundeskreis zusammen mit der Bürgerstiftung und der Stadt trägt", sagte Ulla Zitzler, Vorsitzende des Freundeskreises Asyl. Zum Schluss überreichte Tanja Herbrik vom Kreisdiakonieverband den Ehrenamtlichen eine Rose als Dank für ihr Engagement.

 

28. November 2019